Geschichte des Elbeschwimmens

Motto: Man kann, man muß nicht in der Elbe schwimmen!
Wenn Sie wollen, können Sie sich beim Studium dieser Zeilen von der Musik von Johann Strauss jun. durch Klick auf begleiten lassen.
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Die Musikliebhaber können hier etwas zur Entstehungsgeschichte des Werkes nachlesen.

Die Elbe (lateinisch: Albis, tschechisch: Labe) ist mit 1091 km der zweitlängste Fluß Deutschlands. Er entspringt im Riesengebirge in der Nähe der Schneekoppe und mündet hinter Hamburg bei Cuxhafen in die Nordsee. Die Elbe ist nicht nur ein wichtiger internationaler Schiffahrtsweg sondern auch ein wichtiger Wasserspender für die Industrie und die Menschen (Trinkwasser aus Uferfiltrat). Zudem wird der Fluß für sportliche Aktivitäten wie Rudern, Segeln, Angeln und Schwimmen gern genutzt. Leider wurde die Verschmutzung durch die Industrie immer schlimmer, so dass Baden, Schwimmen und der Verzehr von Elbfischen immer problematischer wurde. Im Jahre 1985 war der Höhepunkt der Verunreinigung erreicht. Seitdem wird an der Verbesserung der Wasserqualität gearbeitet. Besonders nach der friedlichen Revolution von 1989/1990 wurde von staatlicher und kommunaler Seite sehr viel für die Erhöhung der Wassergüte getan. Unser erster demokratisch gewählter Oberbürgermeister, Dr. Herbert Wagner, hatte bei einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung seine Vision verkündet:

"Ich möchte bald erleben, dass man wieder in der Elbe schwimmen kann."

Auch mein Traum als gebürtiger Magdeburger wurde dadurch angestoßen. Als Kind habe ich oft mit meinen Geschwistern in der Elbe gebadet. Bei einem Lauf am Elbufer im Frühjahr 1998 sagte ich zu meinem Lauffreund Dietmar Hörnig: Machst Du mit wenn wir im Sommer ein Elbeschwimmen vom Blauen Wunder stromabwärts bis zum Johannstädter Fährgarten machen? Er sagte spontan zu und so war das beschlossen. Es sollte eigentlich nur eine einmalige Demonstration sein, wurde aber inzwischen zu einer traditionellen Veranstaltung in jedem Sommer.
Dietrich Ewers.