Presseecho 2002

Sächsische Zeitung vom 12. Juli 2002

Sturm auf die Elbe

Erstes Johannstädter Elbefest am Sonntag
Die nahe Elbe ist ein Hauptgrund, warum man in der Johannstadt wohnt. Deshalb rücken die Johannstädter ihren Fluss ins Zentrum ihres Stadtteilfestes. Unter dem Motto "Leben mit der Elbe - Baden in der Elbe - Feiern an der Elbe" laden sie am Sonntag ans Elbufer in der Nähe des Fährgartens ein.
Gefeiert wird einiges: der erste internationale Elbebadetag, das fünfte Elbeschwimmen, 45 Jahre Wohnungsgenossenschaft Johann-stadt und 125-jähriges Bestehen des Stadtteiles.
Los geht's 10 Uhr mit dem Elbeschwimmen: Initiator Dietrich Ewers erinnert an den französischen Nationalfeiertag am 14. Juli: "So wie die Franzosen die Bastille erstürmt haben, werden die Dresdner die Elbe erstürmen!" Gestartet wird am Blauen Wunder, Ziel ist der Fährgarten, dort stehen für die Schwimmer Duschen zur Verfügung, jeder Teilnehmer bekommt ein Freibier und eine Bratwurst. International und offiziell wird es, wenn 14 Uhr der Elbe-Badetag beginnt.
Die Wohnungsgenossenschaft öffnet ihre Türen für einen Freistiltag: Dabei können Interessierte den Grundriss einer Plattenbauwohnung selbst umgestalten.
"Wir wollen ein Fest, das leise ist, wie es unserem Stadtteil entspricht", sagt Werner Ehrlich vom Stadtteilladen Johannstadt. "Die Leute sollen picknicken und miteinander schwatzen."
Rings ums Picknick gibt es viel zum Bestaunen und zum Mitmachen: Kunststudenten malen vor Ort, Ausstellungen zu Elbebädern, Theaterplastiken, Leben an Flüssen, Mitfahrgelegenheit mit der "Trümmerbahn" zwischen Fährgarten und Thomas-Müntzer-Platz und vieles, vieles mehr.
"Wir freuen uns über all die Musiker und Künstler, die auftreten wollen. Jeder darf kostenlos trödeln", sagt Werner Ehrlich. "Alle, die am Fest Spaß haben, sind uns willkommen." (kat)